INSIDE SOPHIE: Heilung fördern durch Kunst

Auf den Wänden der Flure in der Sophienklinik begegnen Patienten, Besucher, Ärzte und Mitarbeiter seit Kurzem einem Farbspiel, das sich über die drei Etagen des Hauses verteilt: „Healing Art“ nennt sich diese Art der Wandgestaltung. Am Donnerstag, 12. September, wurde die Öffentlichkeit eingeladen, sich selbst ein Bild von der innovativen Wandgestaltung zu machen.

„Durch die neue Gestaltung des Klinikinnenlebens hat die Sophienklinik eine eigene Identität gewonnen. Was außen bereits deutlich wurde, ist nun auch innen angekommen. Wir bringen damit zum Ausdruck, dass wir nicht nur den notwendigen zielgerichteten medizinischen Pfaden im Rahmen der Behandlung folgen, sondern auf allen Ebenen danach streben, das Wohlbefinden aller Beteiligten zu stärken und damit einen effektiven und erfolgreichen Heilungsverlauf für unsere Patienten zu ermöglichen“, erläutert Dr. Stephan J. Molitor, ärztlicher Geschäftsführer der Sophienklinik, in seiner einleitenden Rede die Intention zur Realisierung dieses Projektes.

Dr. Stephan J. Molitor, Geschäftsführer der Sophienklinik, erläutert einführend das Projekt und seine Intention

Auch Regine Kramarek, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover, fand anerkennende Worte für das realisierte Konzept. „Die Außenansicht der Klinik ist von überzeugender Schönheit. Das, was innen noch fehlte, ist durch die innovative Wandgestaltung aufgehoben worden und bietet Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Ärztinnen und Ärzten natürlich allen Patienten Raum zum Wohlfühlen“, fasste sie ihre Eindrücke in Worte.

Im gemeinsamen Vortrag der beiden Projektleitenden, der mit zahlreichen Bildern aus der Entstehungszeit der Wandgestaltung untermalt war, wurde immer wieder die offene und konstruktive Zusammenarbeit mit der Sophienklinik hervorgehoben.

Prof. Beate Spalthoff und Prof. Bernhard Garbert von der Hochschule Hannover (Fakultät III) beschrieben intensiv in Worten und Bildern den Werdegang des Projektes INSIDE SOPHIE.

Das Projekt „Healing Art“ wurde in Kooperation mit der Hochschule Hannover, Fakultät III, Medien, Information und Design, realisiert und orientiert sich an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Wandgestaltung wurde von Studierenden des Studienschwerpunkts Experimentelle Gestaltung unter der Leitung von Prof. Beate Spalthoff und Prof. Bernhard Garbert über den Zeitraum eines Jahres erarbeitet und ausgeführt. Prof. Garbert betonte, dass es sich bei dem Projekt um eine wunderbare Herausforderung gehandelt habe, zu deren Beginn überhaupt nicht absehbar gewesen wäre, in welche Richtung es sich entwickeln würde. „Am Anfang aller Überlegungen hat erst einmal die Frage gestanden, was Kunst im Krankenhaus überhaupt leisten muss“, formuliert er die ersten Überlegungen zum Projektstart. Seine Kollegin Prof. Spalthoff fügte ergänzend hinzu: „Schon relativ früh zeichnete sich die Favorisierung eines abstrakten, landschaftlich anmutenden Formenkanons in Verbindung mit deutungsoffenen grafisch-linearen Strukturgebilden ab.“

Bei einem Rundgang durch die Klinik konnten sich die Gäste selbst ein Bild von der neuen Atmosphäre machen.

Im Anschluss an diese Projektvorstellung lud die Geschäftsführung der Sophienklinik alle Gäste zu einer persönlichen Inaugenscheinnahme ein. „Wie wir es auch bereits bei unseren Patienten, deren Besuchern, unseren Belegärzten und unserem Mitarbeiterteam erlebt hatten, begannen auch unsere Veranstaltungsgäste direkt sich miteinander über die Gestaltungselemente, die Farben und Formen auszutauschen“, beschreibt Carlo Brauer (MHBA), ärztlicher Geschäftsführer der Klinik, die Reaktionen während des Rundganges. Die Stimmen der Veranstaltungsgäste waren durchweg anerkennend und machten deutlich, welche positiven Wirkungen die Integration von Kunst in die Krankenhausumgebung entfaltet.Letztlich ist die Innengestaltung der Klinik eine Fortführung des gesamten architektonischen Konzeptes der Sophienklinik. Die optische Ausgewogenheit bei optimaler Funktionalität stand bei allen Planungen immer im Fokus. Das Ziel, Patienten auf ihrem Weg zur Genesung eine wohltuende und ihren Besuchern eine zum Wohlfühlen einladende Atmosphäre zu bieten sowie gleichzeitig eine harmonische Abstimmung auf den naturnahen Standort zu gewährleisten, wurde durch das realisierte Konzept bestmöglich erreicht und nun durch die Wandgestaltungen auf einer weiteren Ebene der Gestaltung ausgebaut. Ein weiterer Ausbau des Innenraumkonzeptes wurde von Seiten der Geschäftsführung bereits angekündigt. Sowohl das Physiotherapiezentrum der Sophienklinik in der Dieterichsstraße als auch andere Abteilungen der Klinik wie der IMC-Bereich und der Aufwachraum sollen in einem nächsten Schritt in den weiteren Ausbau des Projektes mit einbezogen werden.

Bürgermeisterin Regine Kramarek fand viele lobende Worte für das Projekt. Die Zuhörerschaft lauschte interessiert den Ausführungen der Redner.
Auf dem gemeinsamen Rundgang durch das Gebäude der Sophienklinik erläuterten Prof. Spalthoff und Prof. Garbert wie auch die Geschäftsleitung der Sophienklinik zahlreiche Gestaltungselemente und erzählten von deren Entstehung.

Auch in den lokalen und regionalen Medien wurde über das Projekt der Sophienklinik berichtet. Lesen Sie hier den Beitrag der Neuen Presse Hannover und der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Auch der Sender H1 Hannover hat in seiner Nachrichtensendung „0511“ einen kurzen Beitrag über das Projekt gebracht.

Anlässlich des Projektes zur Healing Art veröffentlichte die Sophienklinik die Broschüre „INSIDE SOPHIE“. In dieser können Sie weitere Informationen rund um das Projekt, die Intention, seine Anfänge, die Entwicklung von Entwürfen bis hin zur Fertigstellung erfahren.