Sophienklinik spendet für afrikanische Krankenhäuser

Patientenmobiliar und Medizintechnik der alten Klinikstandorte machen sich auf den Weg nach Togo

Hilfe für die Menschen in Not: Nach dem Bezug des neuen Klinikgebäudes im Stadtteil Südstadt-Bult hat die Sophienklinik Krankenhausbetten, verschiedene Kleinmöbel und Medizintechnik für ein Auslands-Hilfsprojekt des hannoverschen Vereins Dissolidama gespendet.

Viele Teile der Einrichtung und des Inventars sind aus den beiden alten Klinikstandorten in der Dieterichsstraße und in Vahrenwald in der vergangenen Woche in die neue Sophienklinik umgezogen. Zahlreiche Möbel wie beispielsweise fast 70 Patientenbetten und Nachtschränke sowie Personalspinde oder auch medizinische Einrichtungsgegenstände wie ein OP-Tisch und Operationslampen werden am neuen Standort allerdings nicht mehr zum Einsatz kommen. „Dass vieles ausgetauscht und erneuert wird, hat nichts damit zu tun, dass die Objekte defekt wären. Sie sind einfach alt, aber noch sehr gut einsetzbar“, beschreibt Carlo Brauer, ärztlicher Geschäftsführer der Sophienklinik, den Zustand des Spendenvolumens und fügt hinzu, „daher sind wir froh, dass der Verein Dissolidama den größten Teil nach Togo bringen und die dortigen Krankenhäuser verteilen wird“. Das westafrikanische Land am Golf von Guinea ist eines der ärmsten der Welt und die medizinische Ausstattung der Krankenhäuser ist extrem schlecht. Der Verein Dissolidama Hilfsprojekt für Togo e. V. ist seit 2016 als gemeinnützig anerkannt. Jens Krupke, Koordinator des Vereins für Medizinspenden und selbst niedergelassener Anästhesist, betont die hohe Bedeutung der Spende: „Wir freuen uns sehr darüber, denn die Krankenhäuser in Togo benötigen dringend eine bessere Ausstattung. Es mangelt an Vielem und teilweise auch den einfachsten Dingen”.

Der Verein Dissolidama veröffentlichte auf seiner Homepage Fotos von der Abholungs-Aktion.

Nachdem der Verein Dissolidama große Mengen des Mobiliars und der medizinischen Ausstattung des alten Standortes der Sophienklinik eingeladen hatte, war das Gebäude allerdings noch lange nicht leer. Auch für die Hilfsorganisation Ukrainehilfe „Shalom JOL“ gab es noch viele Untensilien und Geräte, die demnächst in Krankenhäusern des Landes eingesetzt werden. Olga Tape, die Leiterin von „Shalom JOL“ zeigte sich auf ihrem Rundgang durch die Klinik sehr erfreut, dass noch rund 50 Patientenbetten, Schränke, Lampen und sogar ein Sterilisationsgerät auf die Helfer der Hilfsorganisation zur Abholung warteten.