Erfolgreiche Evakuierungsübung mit den regionalen Einsatzkräften

Bei der Simulation einer Großschadenslage in der Sophienklinik waren der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Hannover, die Ortsfeuerwehr Wülfel und die Teams der Klinik gemeinsam im Einsatz. Geprobt wurde ein Brandfall auf Station in der ersten Etage, der in den darunterliegenden OP-Bereich durchzubrechen drohte. 

Sind viele Verletzte zu erwarten, wie es zum Beispiel bei einem Brand in einem Krankenhaus zu erwarten ist, kann die Feuerwehr Hannover die Schnelle-Einsatz-Gruppe (SEG) des ASB zur Unterstützung zusätzlich alarmieren. So war die SEG unter anderem mit vier Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und der Gruppe Verpflegung und Betreuung vor Ort.

Die Ortsfeuerwehr Wülfel rückte mit zwei Löschgruppenfahrzeugen an. Sie ist eine von acht freiwilligen Feuerwehren in Hannovers Stadtgebiet, die 24 Stunden einsatzbereit ist. Die Feuerwehr Hannover entsendete ein Beobachterteam. Für ein realistisches Szenario sorgten mehrere Darsteller*innen.

Die Übung wurde auf Basis der Krankenhaus-Alarm- und Einsatzplanung (KAEP) durchgeführt. Für die Krankenhäuser der Region Hannover gilt bei Großschadenslagen, wie zum Beispiel im Brandfall, eine in ihrer Grundstruktur einheitliche KAEP. Danach müssen zu verschiedenen Szenarien Abläufe strukturiert und geübt werden. 

Besondere Herausforderungen

„In einem Krankenhaus ist die Situation bei einer Großschadenslage besonders komplex“, betont Carlo Brauer, ärztliche Geschäftsführer der Sophienklinik. „Neben dem OP mit möglicherweise laufendem Betrieb müssen auch die Pflegestationen, Funktionsbereiche wie Röntgen oder Endoskopie, der Verwaltungstrakt und weitere Räumlichkeiten für Versorgung oder Lagerung evakuiert werden. Entsprechen vielfältig sind die beteiligten Personengruppen.“ Damit alle Schnittstellen im Notfall optimal kooperieren, finden in der Sophienklinik neben internen Trainings auch Übungen mit externen Partnern statt.

Gemeinsam, Hand in Hand

„Bei solchen Lagen arbeiten alle Einsatzkräfte gemeinsam, Hand in Hand“, sagt Florian Soot, Geschäftsführer des ASB Hannover: „Das nahtlose Ineinandergreifen von Klinikpersonal, Feuerwehr, Rettungsdienst und SEG ist ein zentraler Bestandteil des Bevölkerungsschutzes – deswegen ist das regelmäßige Training unter realistischen Bedingungen wichtig“. 

Lars Paulsen, Gruppenleiter der Ortsfeuerwehr Wülfel, zeigte sich zufrieden: „Besonders wertvoll bei derartigen Übungen ist die Erfahrung, alle beteiligten Kräfte zu koordinieren, die bei Großlagen beteiligt sind. Das ist insgesamt sehr gut gelungen.“

Fazit: Ein effektives Training aller Abläufe im Brandfall — gute Teamarbeit, dank engagierter Kräfte und funktionierender, interdisziplinärer Schnittstellen.

Gruppenfoto MA und Einsatzkräfte

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