Pionier der Transplantationsmedizin Prof. Dr. Borys Todurov bei uns zu Gast

Ein ganz besonderer Gast zu Besuch in der Sophienklinik: Prof. Dr. Borys Todurov, einer der prägenden Pioniere der ukrainischen Transplantationsmedizin, informierte sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitenden Sofia Chaikovska, PhD, Serhii Sudakevych, PhD, und Maxim Taranov vor Ort über Strukturen, medizinische Abläufe und Behandlungsmöglichkeiten. Zudem berichtete Prof. Todurov über die unvorstellbaren Herausforderungen, vor denen die Mediziner*innen in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges stehen. Für die Sophienklinik war der Besuch eine besondere Ehre – und zugleich ein Zeichen der Verbundenheit zu den medizinischen Kolleg*innen in der Ukraine.

Prof. Tudorov aus der Ukraine zu Gast in der Sophienklinik

Enorme Anpassungsfähigkeit und Systemresilienz: Prof. Dr. Borys Todurov berichtete von den dramatischen Bedingungen, unter denen die Gesundheitsversorgung in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 leidet.

Prof. Todurov ist Generaldirektor des Herzinstituts des Gesundheitsministeriums der Ukraine und hat die Entwicklung der Transplantationsmedizin in der Ukraine entscheidend mitgeprägt. Im Jahr 2001 führte er die erste erfolgreiche Herztransplantation in der Ukraine durch. Ein weiterer Meilenstein folgte 2016 mit der Implantation des ersten künstlichen Herzens beziehungsweise eines LVAD (Linksherzunterstützungssystem) in der Ukraine. Unter seiner Leitung wurden weitere medizinische Durchbrüche erzielt. Dazu zählt auch die erste Lungentransplantation bei einem Kind in der Ukraine. Mit diesen Eingriffen wurden neue Behandlungsmöglichkeiten für schwer erkrankte Patient*innen geschaffen und wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung der Transplantationsmedizin im Land gelegt.

Medizin unter schwierigsten Bedingungen

Der medizinische Alltag hat sich im Laufe des russischen Angriffskriegs für die ukrainischen Ärzt*innen dramatisch verändert. Neben der Versorgung schwer verletzter Menschen müssen Kliniken und medizinische Einrichtungen unter schwierigsten Bedingungen ihre reguläre Versorgung aufrechterhalten. Fehlende oder nur eingeschränkt verfügbare medizinische Materialien und Instrumente stellen dabei eine zusätzliche Belastung dar. Dadurch ist Prof. Todurov ein gefragter Experte hinsichtlich der Aufrechterhaltung resilienter klinischer Versorgungsstrukturen. Der Austausch mit seinen internationalen Kolleg*innen machte deutlich, wie unverzichtbar die grenzüberschreitende Unterstützung und Zusammenarbeit in dieser Situation sind. 

Prof. Tudorov aus der Ukraine zu Gast in der Sophienklinik

Starkes Interesse am Leistungsspektrum der Sophienklinik: Rundgang mit der Delegation des Herzinstituts des Gesundheitsministeriums der Ukraine, dem führenden medizinischen Zentrum für Kardiologie, Kardiochirurgie und Organtransplantation des Landes.

Sophienklinik unterstützt die medizinische Versorgung in der Ukraine

Die Sophienklinik engagiert sich regelmäßig für die medizinische Versorgung in der Ukraine und spendet medizinische Instrumente und Materialien, die dort dringend benötigt werden. So blieb es bei diesem Besuch nicht beim fachlichen Austausch: Prof. Todurov konnte medizinisches Equipment für den Einsatz in der Ukraine in Empfang nehmen. Die Geräte werden dort dringend benötigt, um die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zu verbessern. Die Übergabe steht beispielhaft für eine konkrete Form der medizinischen Solidarität: Was in deutschen Kliniken nicht mehr benötigt wird oder ersetzt werden muss, kann an anderer Stelle noch wertvolle Dienste leisten.

Prof. Tudorov aus der Ukraine zu Gast in der Sophienklinik

Spendenübergabe an die Gäste des ukrainischen Herzinstituts (v. l.): Manuel Demes, kaufmännischer Geschäftsführer der Sophienklinik, Serhii Sudakevych, PhD, Maxim Taranov, Prof. Dr. Borys Todurov, Sofia Chaikovska, PhD, sowie von der Sophienklinik Mitarbeiterin Mariya Maksymtsiv und Carlo Brauer, ärztlicher Geschäftsführer.

Pressekontakt:
Jan Hetebrügge
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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E-Mail: jan.hetebruegge@sophienklinik.de